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Beholder & Papers Please im Steam Summer Sale

Normalerweise haue ich ja so kurze Empfehlungen für Apps oder Spiele über Twitter raus. Aber der Blog möchte ja auch gefüttert werden.

Bekanntlich ist gerade Summer Sale auf Steam. Bis zum 5. Juli gibt es ganz viele Spiele zu stark reduzierten Preisen. Ich habe auch zugeschlagen: die beiden Spiele, die ich euch jetzt vorstellen möchte, habe ich allerdings schon länger und bereits mehrfach durchgespielt.

Beholder

Bei dem ersten handelt es sich um Beholder, einem Indie Spiel vom sibirischen Studio Warm Lamp Games.
Ihr schlüpft in die Rolle von Carl Stein und dürft die Rolle des Hausmeisters übernehmen. Wobei „dürfen“ hier eher das falsche Wort ist, in Wahrheit wird nämlich gerade der Vorgänger schlagkräftig aus dem Gebäude entfernt, da die Obrigkeit offenbar mit seiner Arbeit eher unzufrieden war. Ihr erhaltet von eurem Vorgesetzten einen kleinen Drogencocktail, der euer Schlafbedürfnis unterdrückt und eine Einweisung in das neue Aufgabengebiet. Dieses besteht nämlich nicht darin verstopfte Toiletten oder defekte Glühbirnen zu reparieren sondern hauptsächlich daraus eure Mieter auszuspionieren. Dafür stehen euch Überwachungskameras zur Verfügung, ihr könnt aber auch auf ganz altmodische Weise durch das Schlüsselloch schauen oder mit dem Generalschlüssel die Wohnungen betreten und die Sachen der Menschen durchsuchen. Findet ihr Informationen oder gar etwas illegales, ist eure Pflicht dies sofort ans Ministerium zu melden. Anschließend kommt die Staatsmacht vorbei, durchsucht, natürlich rein zufällig, die Wohnung und findet den entsprechenden Gegenstand. Der Mieter wird dann ebenso liebevoll aus dem Gebäude entfernt wie euer Vorgänger.

Ihr seht schon, das Ganze spielt nicht unbedingt in der besten Zeit oder im tollsten Land der Welt. Ihr lebt in einem totalitären Staat, in dem alles und jeder überwacht wird. Auch ihr, denn jeder Fehler könnte auch für euch sofort Gefängnis bedeuten. Oder wohin werden die Menschen gebracht, die sich dem System nicht beugen?

Jede Handlung hat Folgen und ihr könnt das Spiel auf verschiedene Arten spielen. Ihr könntet der perfekte Staatsdiener sein und brav jeden Verstoß melden. Was wäre aber wenn beispielsweise eure Tochter plötzlich krank wird? Oder euer Sohn nicht in den Minen arbeiten, sondern lieber studieren möchte? Woher nehmt ihr das Geld? Stehlen? Verstöße lieber nicht melden sondern die Mieter damit erpressen? Oder lieber hoffen dass Vater Staat oder der weise Anführer schon alles regelt? Ihr habt es in der Hand. Aber nicht vergessen, jede Handlung hat Einfluss auf den Spielverlauf. Und manche Entscheidungen lassen sich nur sehr schwer treffen.

Beholder gibt es für Windows, Mac und Linux bei Steam. Normalerweise kostet das Spiel um die 10 Euro, aktuell ist es im Steam Summer Sale aber für 2,99 Euro zu haben. Für den schmalen Preis habt ihr einige Stunden Spiel“spaß“, da ihr, wie erwähnt, sehr viele Möglichkeiten habt das Spiel zu beenden.

Außerdem gibt es eine Erweiterung namens Blissful Sleep, die ebenfalls im Summer Sale für 1,79 Euro zu haben ist.

Wer lieber auf dem iPad oder dem iPhone spielen möchte, dem steht auch eine iOS Version zur Verfügung. Die ist jedoch kein Bestandteil des Steam Summer Sales.

Beholder
Beholder
Entwickler:
Preis: 3,49 €+

Papers, Please

Schon etwas älter, aber irgendwie immer noch aktuell, ist das Spiel Papers, Please. Auch hier lebt ihr in einem totalitären Staat mit dem Namen Arstotzka. Ihr übernehmt die Rolle eines Grenzkontrolleurs am gerade eröffneten Übergang Grestin. Eure Aufgabe besteht darin, die Pässe der Immigranten auf Diskrepanzen zu prüfen und dann zu entscheiden ob diese einreisen dürfen oder eben nicht. Dafür habt ihr eure Einreisebestimmungen, die sich aber öfters mal ändern. Klingt erstmal recht einfach. Klare Regeln, ein grüner und ein roter Stempel, was soll da schon schief gehen. Aber ähnlich wie bei Beholder werdet ihr auch hier schwere Entscheidungen treffen müssen, ob ihr nun eine Familie trennt oder die verfolgte junge Dame vielleicht doch lieber durchlasst. Und bei dem schmalen Gehalt ist so ein kleines Bestechungsgeld für einen grünen Stempel doch echt verlockend, oder nicht? Und wer ist eigentlich diese ominöse EZIC-Gesellschaft die ständig irgendwelche Agenten durchgeschleust haben möchte?

Später kommen noch weitere Kontrollmöglichkeiten wie ein Körperscannner oder ein Fingerabdrucksensor hinzu. Außerdem bekommt ihr einen Waffenschrank um auf illegale Grenzüberschreitende oder Flüchtlinge schießen zu können.

Der Arbeitsplatz am Grenzübergang Gresin
Der Arbeitsplatz am Grenzübergang Gresin

Nach jeder Schicht werdet ihr entlohnt, schließlich müssen Miete, Essen und Heizung bezahlt werden. Jeder Fehler, ob gewollt oder ungewollt, kostet Strafe. Verdient ihr zu wenig kann eure Familie krank werden oder sogar sterben. Ihr könnt euch mit Bestechungsgeld oder Boni für Verhaftungen oder verhinderte Grenzüberschreitungen ein kleines Zubrot verdienen.

Das Spiel kann auf 20 verschiedene Arten enden, auch hier haben eure Handlungen Einfluss auf den Spielverlauf und ihr steht vor schwierigen moralischen Entscheidungen.

Für Windows und Mac ist das Spiel im Steam Summer Sale bis zum 5. Juli für 4,49 Euro statt den regulären 8,99 Euro zu haben. Die iOS Version, die lediglich auf dem iPad läuft, liegt ebenfalls bei 8,99 Euro.

Papers, Please
Papers, Please
Entwickler:
Preis: 8,99 €

Irgendwas mit Zügen, Technikkram und einer Affinität zu Produkten mit einem angebissenem Obststück.

Mehr Informationen? Hier entlang.

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Irgendwas mit Zügen, Technikkram und einer Affinität zu Produkten mit einem angebissenem Obststück. Mehr Informationen? Hier entlang.

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